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INTEGRALE MASKENWOCHE

Pfingsten 18. - 22. Mai 2018

TeilnehmerInnen maximal 8 

 Seminarzeiten                                           

18.Mai 2018 von 15-21.30 Uhr

19.-22.Mai 2018 von 9-17.00 Uhr 

 Seminarkosten 850 CHF 

Ort: Malatelier im Institut für Integrale Pädagogik und Persönlichkeitsentwicklung, Freiburgstrasse 384 in Bern. 

Anmeldung gerne bis Mitte April 2018  

Maskenbau in der LandschaftMaskenbau in der Landschaft

MAL DOCH MAL

montags 19 Uhr bis 21.30 Uhr

TeilnehmerInnen maximal 8

 Termine:

16./23./30.April 2018; 18.Juni 2018;

09.Juli; 10./24.September 2018;

08./15./29.Oktober 2018

Kosten total 700 CHF 

Ort: Malatelier im Institut für Integrale Pädagogik und Persönlichkeitsentwicklung, Freiburgstrasse 384 in Bern.

Bitte beachten Sie die aktuellen Angebote oder nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Einzel- und Gruppenarbeit möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

NATUR ALS ERLEBENSRAUM

"Durch alle Wesen reicht der eine Raum:

Weltinnenraum.

Die Vögel fliegen still durch uns hindurch.

O, der ich wachsen will,

ich seh hinaus,

und in mir wächst der Baum."

Rainer Maria Rilke

 

Der hier von Rilke geprägte Begriff "Weltinnenraum" ist die knappste Formel für jene Art der symbolischen Welterfahrung, in der zu gleicher Zeit die äusseren Gestalten der Welt und die ihnen entsprechenden Gehalte des Nichtbewussten erlebt werden. Die Vögel, die scheinbar draussen fliegen, sind doch zugleich im Innenraum der Welt, in dem auch der Mensch sich als Ich befindet. Das die Vögel „durch uns hindurch“ fliegen, meint deshalb auch keinen irgendwie gewaltsamen Akt des Eindringens. Im Gegenteil, er hebt die vermeintlichen Grenzen zwischen aussen und innen gänzlich auf! So lässt sich verstehen, wie Vögel „still“ durch den Menschen, der ja selber "Weltinnenraum" ist, hindurch fliegen können. Aber auch von innen nach aussen besteht keine Grenze mehr. Der im „Ich“ entstehende Impuls, in diesem Beispiel: zu „wachsen“, erfährt sofort eine Entsprechung im „Du“. Das „Ich“ braucht nur hinauszusehen, um dort das Symbol des Wachsens und des Gewachsenen zu erblicken. Im äusseren Baum wird sichtbar was in ihm selber als das geschaute Symbol wächst. Der Baum verkörpert also nicht nur den menschlichen Wunsch zu wachsen, sondern er vollzieht ihn. Dieses von Helmut Barz aufgeführte Beispiel möchte ich hier für einen Versuch nutzen, wie wir uns mit Integraler Gestaltungsarbeit in der Natur für die diaphane Bewusstseinsstruktur auftun: 

Indem Sie in sich selber zu wohnen lernen, finden Sie die Sicherheit in sich, nach der Sie sich zuvor in der nichtbewussten und unendlichen Ewigkeit des Universums sehnten. Haben Sie jedoch einmal gelernt wirklich zu wohnen, begegnen Sie in der Natur einer Fülle von Antworten, die Sie aus Ihrer rationalen Perspektive noch gar nicht gestellt haben. In der Fülle des Weltinnenraumes üben Sie mit all Ihren bisherigen Bewusstseinsstrukturen in einer Art Wohngemeinschaft zu wohnen. 

Beim Gestalten in der Natur, wenden sich Ihre inneren Impulse an einen als geborgen empfundenen Weltinnenraum, der Sie selber sind und gehen mit Ihrem Ich in einen Dialog. In der Natur machen Sie als Gestaltende die Erfahrung, dass Sie bereits am richtigen Platz sind. Hier sind Sie kein „in-die-Welt-Geworfener“ und darum müssen Sie hier auch nicht erst das „wohnen“ lernen. Hier, wo Ihre Gestaltung „geboren“ und/oder „in die grossen Zusammenhänge zurückgeben“ wird, fühlen Sie sich sofort zuhause.

In diesem Sinne gibt es für Sie auch keine rationalen Grenzen mehr, wohl aber verschiedene „Räume“, die Sie „durchschauen“ können. Beim Gestalten in der Natur sind Sie zum grossen Teil Ihr eigener Beobachter und Begleiter. Das erklärt warum das Gestalten in der Natur kein Verschmelzen und eins werden im archaischen Sinne bedeuten kann. Sie lernen hier einen natürlichen Abstand zu sich selber einzunehmen: als der „Weltinnenraum“, der Sie auch sind. Das scheint mir der Grund, warum die Gestaltungen, die in der freien Natur entstehen und/oder zurückgegeben werden, einen sehr tiefen Erlebnisraum in Ihnen bewirken.

Dies gilt ganz besonders für die Integrale Maskenarbeit im "Weltinnenraum" der freien Natur. Unter Einbezug der Archetypen erleben Sie als schöpferisch, gestaltender und spielender Mensch hier, was Rilke mit „ich seh hinaus, und in mir wächst der Baum.“ in Worte gefasst hat.